Wenn es mal nicht nach Plan läuft

Kraftlos, erschöpft und vollgepackt mit all‘ möglichen Accessoires von der Auftaktfeier erreichte ich am 18. Jänner 2019 gegen 23 Uhr meine Wohnung. Unsere Tochter schlief bereits – Ben erwartete mich mit offenen Armen – kaum in der Tür angekommen, sackte ich zusammen und brach in Tränen aus.

Entkräftet fiel ich in den Schlaf und schaffte es am nächsten Tag nicht aus dem Bett – auch am Morgen danach nicht. Erschöpft und mittlerweile auch stark angeschlagen lag ich da – in die Knie gezwungen. „Na super!“, dachte ich mir, „So hatte ich mir einen gelungenen Start nicht vorgestellt!“ – „Mach doch einfach eine Pause“, so mein Mann. Ich:„Vom schwanger sein?!“

Geplagt von Müdigkeit, Verzweiflung (Gefühlsschwankungen) und Schwindelanfällen erfuhr ich unmittelbar vor der Auftaktfeier, dass ich mich bereits in der siebten Schwangerschaftswoche befand. Schockiert und nicht bereit für diesen Weg machte ich von Mitte Jänner bis Anfang Mai einen Krankenstandmarathon durch – Nun hieß es durchhalten: von Entzündungen, über mehrere grippale Infekte, bis hin zu einer starken Bronchitis; dazwischen immer wieder Mutter-Kind-Pass Untersuchungen: dem Kind ging (geht) es in jeder Situation stets gut. Müde und hoffnungsvoll kämpfte ich mich durch die Infekte und nutzte die wenigen Pausen, um zu verstehen, wie es nun weiter gehen würde – Gerade noch wollte ich mein Businessbaby starten und bald schon halte ich mein zweites Kind in den Armen.

Für manche unvorstellbar, aber es machte mich traurig, verzweifelt und krank. „Ich bin noch nicht bereit für ein zweites Kind; nicht jetzt!“. Neben den gesundheitlichen Problemen, hatte (und habe) ich auch immer wieder Schwangerschaftsbeschwerden. Es wurde Zeit, dass ich mich mit meiner Schwangerschaft befasste und diese annahm:„Wann ist man schon bereit…“, denn ehrlich gesagt, wann war ich bisher für alle unvorhergesehnen Ereignisse in meinem Leben bereit? Nie und dennoch habe ich sie gemeistert!

Immer wieder arbeitete ich an dem Projekt Wokip und überlegte, wie ich das Pilotprojekt an meine derzeitige Lage anpassen könnte. „Gehen wir doch einen Schritt zurück! Machen wir das, wo wir bereits Erfahrung haben!“, so Iris (Iris Kandlbauer, Gründerin vom Eltern-Kind-Büro). Für mich hieß dies, ein paar Punkte vom Businessplan anders anordnen und schon sieht alles wieder klar aus.

Wann läuft es im Leben schon genau nach Plan? Scheitern ermöglicht Dir auf Deinem Weg zu lernen und zu wachsen! Manche Dinge brauchen einfach mehr Zeit – oder eine andere Strukturierung!

Das ist der 4. Grund, weswegen der Launch (angesetzt gewesen für Frühjahr 2019) gescheitert ist: Ich hatte vergessen, unvorhersehbare Umstände und ausreichend Zeit einzukalkulieren.

Fortsetzung folgt…

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