Alle guten Dinge sind 3!

„Auszeit?!“ – „Nimm’s nicht persönlich!“ – „Hab Dir doch gleich gesagt, ohne Eigenmittel kannst Du’s vergessen!“

Am 29. Mai vor 2 Jahren rief ich meine Hebamme verzweifelt an: „Bitte, ich muss die Geburt zumindest um eine Woche verschieben!“– laut Ärzte sollte es doch erst in 3 Wochen los gehen – wir stecken mitten in Aufräumarbeiten – Meine Hebamme meinte nur: „Yvonne, in spätestens 48 Stunden ist sie da!“. Mit dem Telefon in der Hand, stand ich verzweifelt und ängstlich, gegen 13 Uhr im Schlafzimmer: Knall – die Fruchtblase – es geht los – 6 Stunden später lag Mia-Marie in meinen Armen.

2 Jahre danach, haben wir uns für diesen besonderen Tag, sowie die Stunden davor und danach, eine kleine Auszeit gegönnt. Kein Kindergarten, keine Arbeit – kein Alltag: Grado wir kommen! Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg – schnell noch Wohnung geputzt, Sachen gepackt, Schlüssel vom Apartment abgeholt und los ging die Fahrt. Strand und Meer unter strahlendem Sonnenschein haben uns nicht erwartet, stattdessen eine kalte Wohnung, verregnete Spielplätze und viel Zeit in diversen Shops, sowie ein paar Sonderausgaben aufgrund der Umstände. „Also das nächste Mal gönnen wir uns gleich ein all inclusive Hotel mit Spa!“

Während wir (von unserer Sicht her) von einer Misslage in die andere gerieten, hatte unsere Mia dennoch Freude und Spaß – rutschen kann man auch wenn es nieselt, Muscheln suchen lässt sich gut eingepackt ebenso bei Schlechtwetter und schwimmen im Warmen, während es draußen stürmt, mit Blick aufs Meer, hat auch seinen Charme.

Jeder sollte sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben nehmen, um so das Positive in allem sehen zu können: „Nimm Dir doch ein Beispiel an D/einem Kind!“ Aber für Erwachsene ist es wahrlich nicht so einfach diese Sicht stets beizubehalten oder sich diese wieder anzueignen: Verpflichtungen, Sorgen und diverse Ereignisse verleiten zur pessimistischen Haltung, Zorn und Ärger – und ehrlich: mehr als verständlich! – oder?!

So ging es mir während und nach der Auftaktfeier: Erleichtert und enttäuscht; erfreut und verärgert; glücklich und verletzt…zu viele Emotionen, zu viele Ereignisse und zu viel Energie sammelten sich an diesem einen Tag. Daher brauchte ich erst mal Zeit für mich! Oder anders: mein Körper hat mich gebremst.

Unabhängig von dem Pausieren, aufgrund meines gesundheitlichen Zustandes, nahm ich auch einiges persönlich – Themen mit den Kooperationspartnern, Konflikte innerhalb des Teams (welches zum größten Teil aus Freunden und Verwandten besteht), sogar technisches Versagen…ich hinterfragte mein Vorhaben mit Wokip – hatten einige recht?! „Du kannst doch nicht einfach aus dem Nichts etwas erschaffen! Sei doch nicht so naiv! Hast Du das Wissen und Geld für so ein Projekt?“ „Nein! Aber den Ehrgeiz und die Leidenschaft etwas zu verändern!“

Aufgrund einer Pause, zu verarbeitende Ereignisse und dem fehlenden Budget bzw. Sponsoren, ist der Launch für das ursprüngliche Pilotprojekt gescheitert, doch ab 11. Juni startet Wokip das Pilotprojekt Wanderbüro!

Freue mich schon sehr, euch nähere Informationen ab 04. Juni verkünden zu dürfen.

Fortsetzung folgt…

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